Richtlinien und Anmeldeformulare
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Saarländische Weinprämierung 2011
Am 21. und 22. Juni fand die Prüfung zur 29. Weinprämierung statt. 14 selbst abfüllende Weinbaubetriebe nahmen an der Veranstaltung der Landwirtschaftskammer für das Saarland teil.
Die Ergebnisse der Prämierung können Sie hier
als download einsehen.
Seit der ersten Weinprämierung 1983 ist das Ziel der Förderung des Weinbaus bezüglich Erzeugung von Qualitätswein und dessen Absatz erreicht worden. Die Winzer haben von Jahr zu Jahr die Qualität der saarländischen Moselweine verbessert. Absatzschwierigkeiten für Flaschenweine aus saarländischer Erzeugung sind gegenwärtig nicht feststellbar.
Die Prüfungskommission, die die Weine prüfte, setzte sich aus sechs Mitgliedern zusammen:
2 Vertreter der Verbraucher:
Andreas Müller, Perl
Martin Nicolay (Saarl. Verbraucherzentrale)
2 Vertreter der Winzer:
Gerd Petgen, Sehndorf
Yannik Schmitt, Merzig
1 Vertreter des Gaststättenverbandes:
Gerd Leidinger, Saarbrücken
1 Vertreter des Weinhandels:
Marc Freudenreich, Völklingen
Von den 101 Anstellungen entfielen 99 auf Qualitätswein b.A und Qualitätswein mit Prädikat sowie 2 auf Qualitätsschaumwein.
92 Weine stammten aus dem Jahrgang 2010, 7 aus dem Jahr 2009. Die beiden Schaumweine stammen ebenfalls aus dem Jahr 2009. An Rebsorten waren vertreten: Elbling, Müller-Thurgau bzw. Rivaner, Auxerrois, Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon gris (eine Abart des Sauvignon blanc), Riesling, Grauer Burgunder bzw. Ruländer, Solaris, Gewürztraminer, Blauer Spätburgunder und St. Laurent.
Der 2010er geht als guter Jahrgang in die Annalen der saarländischen Obermoselweine ein. Nach einem langen Winter trieben die Reben relativ spät aus, so dass auch die Blüte später als in normalen Jahren erschien. Trotzdem sorgte die auftretende kühle und feuchte Witterung für ein Verrieseln der Blüte, was zu ersten Ertragsminderungen führte. Nach der Schafskälte im Juni konnten sich die Trauben infolge eines beständigen Hochs hervorragend entwickeln. Leider führte die kühle und feuchte Witterung im Anschluss daran zu mehr oder weniger starker Fäulnis, unter der vor allem die frühen Sorten wie `Müller-Thurgau´ litten. Schon zur normal früh einsetzenden Lese war das Können des Winzers besonders gefragt, da streng selektioniert werden musste, um gesunde Trauben zu gewinnen. Der sorgfältig arbeitende Winzer freute sich dann vor allem bei spät reifenden Sorten wie `Riesling´ und `Grauburgunder´ über hochwertige Trauben. Die Menge des Jahrgangs liegt im Durchschnitt der Vorjahre. Die säureharmonischen Weine bestechen durch ausgeprägte Fruchtnoten. Für Spezialisten waren auch alle Spielarten der edelsüßen Weine einschließlich der Erzeugung von Eiswein möglich.
Die Erntemenge lag insgesamt in Höhe einer Normalernte, die bei 10.000 - 12.000 hl liegt. An der saarländischen Obermosel werden gut 116 ha Rebfläche bewirtschaftet; ertragsfähig sind 114 ha. In der Statistik werden jedoch nur knapp 86 ha angegeben, da die übrige Fläche Winzer aus Rheinland-Pfalz und Luxemburg bewirtschaften.
Die 14 selbstabfüllenden Winzerbetriebe repräsentieren derzeit 74 ha Rebfläche. Die Gesamternte an der Obermosel lag 2010 bei ca. 10.899 hl (Vj. 10.969 hl). Die 101 Anstellungen ergeben 2621 hl (Vj. 2536 hl), also ca. 24,0 % (Vj. 23,1 %) der Erntemenge. Von den 262.052 l entfallen 199.243 l auf QbA-Weine, davon 167.717 l auf trockene Weine, und 62.809 l auf Prädikatsweine, davon 50.322 l auf trockene. Insgesamt liegt der Mengenanteil der trockenen Weine bei 83% (Vj. 80%), was dem langjährigen Durchschnitt entspricht. Die Menge an angestellten Rosee- und Rotweinen beläuft sich auf 17.660 l (Vj. 7.689 l), das entspricht 6,7 % (Vj. 3,0 %).
Die Prüfungskommission vergab 13 Goldene, 63 Silberne und 23 Bronzene Kammerpreismünzen. Das Weingut Eberhard Bertel, Perl/Oberperl, erreichte den höchsten Betriebsdurchschnitt und wurde für die Verleihung des Großen Staatsehrenpreises vorgeschlagen.
Der oft kritisierten Medaillenschwemme muss aus folgendem Grund widersprochen werden: Die Teilnahme ist freiwillig und gebührenpflichtig. Die Winzer treffen daher eine Vorauswahl, mit welchen Weinen sie teilnehmen. Die Zusammenstellung soll die Leistungsfähigkeit des eigenen Betriebs im Vergleich mit anderen bestmöglich repräsentieren. Pro Jahr werden im Saarland etwa 200 Probenpartien zur amtlichen Qualitätsweinprüfung angestellt, zur Weinprämierung etwa die Hälfte. Die Winzer stellen nur potentielle Medaillenkandidaten zur Prämierung an.

- Anonymisierung der Proben im Serviceraum, der vom Prüfungsraum abgetrennt ist

- Alle Proben nach der Verkostung auf einen Blick

- Goldmedaillenweine der Saarländischen Weinprämierung 2011

- Die Prüfer Gerd Petgen (Winzer), Gerd Leidinger (Gastronom) bei der Arbeit

